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Ein Vorwort zur entstehenden Sammlung

Zur "Evolution der Unnahbarkeit"


Die Geschichten dieser Sammlung sind phantastisch. Dieses Thema tauscht bei mir neben der Sinnlichkeit (oder nennen wir es durchaus auch den Sexus) st?ndig auf. Aber auch der Eros ist schliesslich ebenso eine phantastische Angelegenheit, wie diejenigen best?tigen k?nnen, die sich von einer moralbest?ndigen Welt nicht ausknipsen liessen.
Ich halte es, was die L?nge meiner zuk?nftigen B?cher betrifft wie Jorge Luis Borges, der im Vorwort seiner Fiktionen erkl?rte, er halte es f?r einen m?hseeligen und strapazierenden Unsinn, dicke B?cher zu verfassen. Ich selbst neigte durchaus schon immer zum Partikular und habe f?r mich entschieden, dass der Roman ?Seelen am Ufer des Acheron? mein einziges dickes Buch bleiben wird. Warum ich mit diesem Roman einverstanden bin, r?hrt daher, weil sich in ihm unendlich viele Handlungsstr?nge wiederfinden, von denen ich ?berzeugt bin, dass sie ebensogut ausgekoppelt funktionieren. Damit das bewiessen wird, habe ich in Die Stadt ein Exempel angef?hrt, nicht zuletzt, weil mich meine Frau darauf hingewiesen hat, dass sie gerne mehr ?ber die Stadt gewusst h?tte als man es im Roman erfahren kann.
Ich suchte sehr lange nach einer eigenst?ndigen M?glichkeit, den Leser zu verwirren und zu hypnotisieren. Es war immer schon mein Wunsch, ihn in ein unendweichliches Labyrint zu f?hren und ich bin der Meinung, das ist mir bisher sehr gut gelungen. Und dennoch war ich nicht zufrieden mit der Postmoderne allein, denn in ihr tummelten sich oft jene Schreiber, von denen ich nun gar nichts hielt. Zwei von ihnen, n?mlich der bereits erw?hnte J.L. Borges sowie Umberto Eco machten und machen mir auch heute noch Freude, weshalb ich mir einfach einen Zweig innerhalb der Postmoderne suchen wollte, der meinem Schreiben entspricht. So entdeckte ich den magischen Realismus. Nat?rlich ?nderte sich dadurch alles, denn es galt, einen n?chternen und harten Realismus mit den Emfindungswerten des Surrealismus zu vereinen. Da ich aber mit dem Surrealismus sehr gut vertraut bin, musste ich einfach meine S?tze ?ndern und sie nicht mehr ins Bodenlose fallen lassen, was wiederum bedeutete, ich hatte eine neue Technik f?r mich selbst zu entwickeln, denn kein Mensch w?rde von sich aus behaupten, ich bediene mich des magischen Realismus und doch steht ja darin nicht mehr der Mensch im Vordergrund, sondern die Dinge werden zum Tr?ger von Botschaften und zu Symbolen der Wahrnehmung. Darum geht es. Es geht darum, die Perspektive zu wechseln, und auch hier konnte ich meine alte Ansicht behalten, die ganz genau das Gleiche besagt. Mit einer Sachlichkeit n?mlich will ich rein gar nichts zu tun haben, m?chte aber weiterhin so tun, als w?re genau das der springende Punkt. Ich musste also ganz selbstverst?ndlich erz?hlen, wie die Sau Swin (in der Stadt) Menschenkinder s?ugt und eine Analogie zur Gr?ndung Roms erschaffen. Nat?rlich musste ich einiges ?ber Schweine und die Gr?ndung einer Stadt erkl?ren, so dass es als nichts aussergew?hnliches mehr erscheint.
Wenn ich also schon so weit gekommen war, wie weit konnte ich mit dieser Technik gehen? Wie weit waren andere vor mir schon gegangen? Augenblicklich dr?ngen sich nicht nur die kongenialen Werke Borges' auf, sondern ebenso Poe, Lovecraft, d'Aurevilly, um nur einige zu nennen. ?bertreffen kann man diese nicht, aber man kann versuchen, sie im Herzen zu behalten.

M.P. - 2005
31.12.05 17:47
 


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